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Einblicke

Gedanken, Erfahrungen und praxisnahe Impulse aus meiner Arbeit

12/2025

Digitalisierung beginnt nicht mit Tools, sondern mit Klarheit

In vielen Gesprächen erlebe ich, dass Digitalisierung oft mit neuen Tools gleichgesetzt wird. Ein neues System, eine zusätzliche Software oder eine weitere Plattform sollen Abläufe schneller und effizienter machen. In der Praxis passiert jedoch häufig das Gegenteil. Digitale Lösungen entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn klar ist, was eigentlich verbessert werden soll. Ohne strukturierte Prozesse und eindeutige Zuständigkeiten führen neue Tools meist nur dazu, bestehende Unklarheiten zu digitalisieren. In Unternehmen, die zu mir kommen, sehe ich häufig ähnliche Ausgangssituationen. Aufgaben werden mehrfach erledigt, Informationen liegen an verschiedenen Orten und niemand hat einen vollständigen Überblick. Wird in diesem Moment ein neues Tool eingeführt, entsteht zusätzliche Komplexität statt Entlastung. Deshalb beginnt Digitalisierung für mich immer mit Klarheit. Welche Abläufe gibt es? Wer ist wofür verantwortlich? Welche Schritte sind wirklich notwendig? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lohnt sich der Einsatz digitaler Lösungen. Dann können Workflows vereinfacht, Aufgaben automatisiert und Informationen sinnvoll gebündelt werden. Das Ergebnis sind nicht mehr Tools, sondern bessere Abläufe. Digitale Prozesse sollen den Arbeitsalltag unterstützen und nicht erklären müssen. Wenn Mitarbeitende verstehen, warum ein Ablauf existiert und wie er funktioniert, wird Digitalisierung zur echten Entlastung.

11/2025

Ordnung in der Buchhaltung spart mehr als nur Zeit

Ordnung in der Buchhaltung ist für viele Unternehmen ein unterschätzter Erfolgsfaktor. Unsortierte Belege, fehlende Ablagestrukturen und unklare Prozesse kosten nicht nur Zeit, sondern auch Nerven und Geld. Eine strukturierte vorbereitende Buchhaltung schafft Klarheit: Zahlen sind schneller verfügbar, Rückfragen vom Steuerberater werden reduziert und unternehmerische Entscheidungen lassen sich fundierter treffen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene Buchhaltungsabteilung ist eine klare Struktur eine spürbare Entlastung im Alltag. Digitale Tools können unterstützen – entscheidend sind jedoch einfache, feste Prozesse. Wer Belegablage, Verantwortlichkeiten und Abläufe klar definiert, profitiert langfristig von mehr Überblick, Sicherheit und Effizienz. Ordnung in der Buchhaltung bedeutet weniger Stress, bessere Planung und mehr Zeit für das Kerngeschäft.

10/2025

Wenn Prozesse im Alltag mehr bremsen als unterstützen

Viele Abläufe entstehen über die Zeit. Aufgaben werden ergänzt, Zuständigkeiten verschieben sich und neue Anforderungen kommen hinzu. Was ursprünglich sinnvoll war, wird im Alltag oft unübersichtlich und schwerfällig. In meiner Arbeit sehe ich häufig, dass Prozesse nicht grundsätzlich falsch sind, sondern einfach nicht mehr zum aktuellen Unternehmen passen. Schritte sind doppelt, Informationen liegen an verschiedenen Stellen oder Entscheidungen hängen an einzelnen Personen. Das führt zu Verzögerungen und unnötigem Abstimmungsaufwand. Prozessoptimierung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, alles neu zu denken. Oft reicht es, Abläufe zu hinterfragen, überflüssige Schritte zu entfernen und Zuständigkeiten klar zu definieren. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Machbarkeit im Alltag. Wenn Prozesse wieder verständlich sind, entlastet das alle Beteiligten. Aufgaben lassen sich klarer erledigen, Übergaben funktionieren besser und es bleibt mehr Zeit für das eigentliche Kerngeschäft. Der größte Effekt entsteht häufig nicht durch große Veränderungen, sondern durch klare Strukturen, die im Tagesgeschäft zuverlässig funktionieren.

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